Methoden
Therapiemethoden in meiner Praxis in Oldenburg
Nicht jeder Mensch braucht dieselbe Methode. Deshalb arbeite ich in meiner Praxis für Psychotherapie und Coaching methodenübergreifend. Welche Verfahren sinnvoll sind, hängt von Ihrem Anliegen, Ihren Zielen und Ihrer persönlichen Situation ab.
Nach einer ausführlichen Anamnese empfehle ich Ihnen ein mögliches Vorgehen. Welche Methoden tatsächlich eingesetzt werden, entscheiden wir gemeinsam. Dabei arbeite ich vor allem mit personenzentrierten, systemischen, verhaltenstherapeutischen und psychodynamischen Ansätzen.
Personenzentrierte Gesprächstherapie
Nicht jede Therapie, in der gesprochen wird, ist automatisch eine Gesprächstherapie. Die personenzentrierte Gesprächstherapie wurde von dem Psychologen Carl Rogers entwickelt. Im Mittelpunkt steht der Mensch mit seinen Gefühlen, Erfahrungen, Wertvorstellungen und Zielen.
Die Grundannahme lautet: Menschen besitzen die Fähigkeit, sich weiterzuentwickeln und eigene Lösungen zu finden. Belastende Erfahrungen, innere Konflikte oder schwierige Lebensbedingungen können diesen Prozess jedoch behindern.
In der Therapie unterstütze ich Sie dabei,
- eigene Gedanken und Gefühle besser zu verstehen,
- Bedürfnisse und innere Konflikte zu erkennen,
- persönliche Lösungen zu entwickeln,
- neue Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten zu finden.
Dabei gebe ich nicht einfach eine fertige Lösung vor. Ziel ist eine Veränderung, die zu Ihnen passt und sich im Alltag umsetzen lässt.
Systemische Therapie
Die systemische Therapie betrachtet einen Menschen nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit seinen Beziehungen und seinem sozialen Umfeld. Dazu gehören beispielsweise Partnerschaft, Familie, Freundeskreis und Arbeitsplatz.
Probleme werden dabei nicht vorschnell als persönliche Schwäche verstanden. Stattdessen wird untersucht, wie Kommunikation, Erwartungen, Rollen und wiederkehrende Reaktionen zu einer belastenden Situation beitragen.
Typische Fragen sind:
- In welchen Situationen tritt das Problem besonders auf?
- Wie reagieren andere Menschen darauf?
- Was hält den bisherigen Kreislauf aufrecht?
- Wann ist das Problem weniger stark?
- Welche Fähigkeiten und Ressourcen sind bereits vorhanden?
Durch gezielte Fragen und Perspektivwechsel können vertraute Situationen anders betrachtet werden. So entstehen neue Möglichkeiten, mit Konflikten und Belastungen umzugehen.
Verhaltenstherapeutische Ansätze
Verhaltenstherapeutische Verfahren beschäftigen sich damit, wie belastende Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen entstehen und wodurch sie aufrechterhalten werden.
Dabei geht es nicht nur um äußerlich sichtbares Verhalten. Auch persönliche Bewertungen, körperliche Reaktionen, Gefühle und das soziale Umfeld werden berücksichtigt.
Zu Beginn betrachten wir deshalb gemeinsam:
- Wann tritt das Problem auf?
- Welche Gedanken und Gefühle entstehen dabei?
- Wie reagieren Sie in dieser Situation?
- Was hilft kurzfristig, verstärkt das Problem aber möglicherweise langfristig?
- Welches Verhalten möchten Sie stattdessen entwickeln?
Anschließend werden konkrete Veränderungen erarbeitet und im Alltag erprobt. Das können beispielsweise neue Kommunikationsweisen, der Abbau von Vermeidungsverhalten oder ein anderer Umgang mit belastenden Gedanken sein. Das zentrale Prinzip ist die Hilfe zur Selbsthilfe.
Psychodynamisches Verständnis
Psychodynamische Ansätze gehen davon aus, dass frühere Erfahrungen, Beziehungsmuster und teilweise unbewusste Konflikte das heutige Erleben und Verhalten beeinflussen können.
Nicht jede aktuelle Schwierigkeit muss jedoch ausführlich aus der Kindheit hergeleitet werden. Ich beziehe die Vergangenheit dann ein, wenn sie hilft, wiederkehrende Muster oder starke emotionale Reaktionen besser zu verstehen.
Die klassische Psychoanalyse mit mehreren Sitzungen pro Woche und häufig mehreren hundert Behandlungsstunden biete ich nicht an. Kenntnisse psychodynamischer Zusammenhänge nutze ich vielmehr, um aktuelle Probleme präziser einzuordnen und passende Veränderungen zu entwickeln.
Oder, etwas direkter gesagt: Niemand muss bis in den letzten Winkel seiner Seele durchanalysiert werden. Entscheidend ist, was zum Verständnis des Problems und zu einer tragfähigen Lösung beiträgt.
Ergänzende Methoden
Abhängig von Ihrem Anliegen können weitere Verfahren einbezogen werden:
- bildhafte Imagination
- Ego-State-Therapie
- Focusing
- lösungsorientierte Kurzzeitmethoden
- Methoden aus Coaching und Kommunikationstraining
Eine Methode ist dabei kein Selbstzweck. Entscheidend ist, ob sie Ihnen hilft, Ihr Anliegen besser zu verstehen, neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und Veränderungen im Alltag umzusetzen.
Welche Methode passt zu Ihnen?
Das müssen Sie vor dem ersten Termin nicht wissen. Im Erstgespräch klären wir zunächst, was Sie belastet, welches Ziel Sie erreichen möchten und welche Vorgehensweise für Sie geeignet erscheint.
Keine Methode wirkt bei jedem Menschen gleich. Deshalb erhalten Sie von mir eine fachliche Empfehlung, werden aber in die Auswahl und Gestaltung der therapeutischen Arbeit einbezogen.