Hypnosetherapie

Als Hypnosetherapie oder Hypnosepsychotherapie werden heute Therapieformen zusammengefasst, die u.a. das vorhandene Wissen über die Wirkung von Trance und Suggestionen therapeutisch nutzen. Alternativ wird auch der Begriff Hypnotherapie benutzt.

 

Suggestive Hypnose oder analytische Hypnose?

Im Zustand der Trance, der in der Hypnosetherapie herbeigeführt wird, ist der Zugang zum Unterbewusstsein durchlässiger. Dies nutzen wir in der Hypnosetherapie in 2 Richtungen.

1. Der Hypnotherapeut kann mittels Suggestionen in der Hypnosetherapie eine Verhaltens- oder Denkveränderung anstoßen

oder

2. mittels analytischer Techniken können verdrängte Erlebnisse durch die Hypnosetherapie bewusst und bearbeitbar gemacht werden.

Ich habe in meiner Praxis die Erfahrung gemacht, dass es die Kombination aus beiden Techniken ist, die oft zu einer schnellen und nachhaltigen positiven Veränderung führt.

Nachfolgend finden Sie Antworten auf die Fragen, die mir am häufigsten gestellt werden


Was ist Hypnose?
Hypnose ist eine bewährte Methode, um einen speziellen Bewußtseinszustand zu erreichen, in dem das Unterbewusstsein positiv beeinflusst werden kann. Dies wurde bereits in vielen wissenschaftlichen Studien bewiesen und auch neueste Erkenntnisse der Hirnforschung bestätigen dies.
Dieser veränderte Bewußtseinszustand unter Hypnose wird in der Psychotherapie genutzt, um positive Veränderungen, wie z.B. das Auflösen von Ängsten und Phobien zu erreichen.

Wie fühlt sich Hypnose an?
Die meisten Menschen erleben diesen Zustand als eine Art Trance, in dem sie ein Gefühl der körperlichen und geistigen Entspannung erleben. Am ehesten ist dieser Zustand mit dem Zustand kurz vorm Einschlafen vergleichbar: man ist noch wach, bekommt noch alles mit, aber die Gedanken beginnen, sich zu verselbständigen. Während der Hypnosesitzung werden Eindrücke von außen zunehmend bedeutungsloser und es kommt zu einer Konzentration auf eine bestimmte Erlebniswelt.
Das alles hat nichts mit dem zu tun, was man bei Show-Hypnosen im Fernsehen oder auf der Bühne sieht.
In der Therapie nutzen wir den Trancezustand lediglich, um therapeutische Prozesse anzustoßen und zu beschleunigen. Dabei reagiert jedes Unterbewusstsein anders und jeder Patient erlebt den Trancezustand anders. Es kommt nicht zu einer Beeinflussung gegen Ihren Willen.

Ist jeder hypnotisierbar?
Nein. Nach heutigem Kenntnisstand geht man davon aus, dass ca. 2% der Menschen nicht auf Hypnose ansprechen. Dies hängt mit teils angeborenen, teils erworbenen Veränderungen des Gehirns zusammen.
Außerdem wird die Tracefähigkeit durch bestimmte Stoffe eingeschränkt bzw. verhindert. Dazu gehören Alkohl, einige Psychopharmaka und aufputschende Substanzen wie Koffeein, Teein und Drogen. Daher sollten Sie 3 Stunden vor einer Hypnosesitzung diese Substanzen meiden.

Kann Hypnose schaden?
Hypnose ist ein Werkzeug – und wie bei allen Werkzeugen liegt es an demjenigen, der es einsetzt.
Generell ist Hypnose nebenwirkungsfrei und risikolos, wenn sie von gut ausgebildeten Therapeuten angewandt wird.
In hunderten von durchgeführten Hypnosesitzungen in meiner Praxis gab es nicht einen Fall, der Anlass gegeben hätte, von schädlichen Nebenwirkungen zu sprechen. Dies liegt auch an dem ausführlichen Vorgespräch, in dem abgeklärt wird, ob Sie möglicherweise zu einer Risikogruppe gehören. Dazu gehören Menschen, die an Psychosen wie Wahnvorstellungen und Halluzinationen leiden. Diese Gruppe ist mit ca. 1 % jedoch sehr klein und kann gut erkannt werden.
Deshalb sollten Sie immer auf ein ausführliches Vorgespräch achten, wenn Sie sich für eine andere Hypnosepraxis entscheiden sollten.

Werde ich mich daran erinnern können, was ich unter Hypnose erlebt habe?
Für die therapeutische Arbeit ist sogar notwendig, dass Sie sich daran erinnern, was Sie unter Hypnose erlebt haben. Deshalb kommen im therapeutischen Arbeiten auch nur leichte bis mittlere Trancetiefen zum Einsatz.

Kann ich während einer Hypnose sprechen?
Ja – im Rahmen einer Hypnoanalyse ist dies sogar notwendig und erwünscht.

Kann ich nach einer Hypnosesitzung Auto fahren und arbeiten?
Ja – ohne jede Einschränkung

Wie unterscheiden sich die verschiedenen Trancestufen?
In der Hypnosetherapie unterteilt man die Trancestufen in leichte, mittlere und tiefe Trancezustände. Für die therapeutische Arbeit und das Wirksamwerden von Suggestionen sind leichte und mittlere Trancezustände völlig ausreichend.
Entscheidend ist nur, dass der so genannte “Alphazustand” erreicht wird. In diesem Zustand, den der Klient selbst als eine Art Dösen empfindet, reduziert sich der Frequenzbereich des Gehirns.
  • Delta ( 0,1 – 4 Hz)
= Tiefschlaf, Schlaf und Traum
  • Theta ( 4 – 8 Hz)
= Müdigkeit
  • Alpha ( 8 – 13 Hz)
= Entspannung, entspannte Wachheit, Hypnose
  • Beta ( 13 – 30 Hz)
= Wachheit
  • Gamma (über 30 Hz)= hohe Konzentration und bei Lernprozessen