Heilhypnose

Der Begriff Heilhypnose gilt heute als antiquiert und wird nur noch selten in Veröffentlichungen gebraucht. Nichts desto Trotz ist die Heilhypnose eine Technik, die seit Jahrunderten bekannt ist. Trancezustände werden von Heilern aus aller Welt benutzt, um Einfluss auf die Selbstheilungsfunktionen des Körpers zu nehmen.

Die meisten Menschen assoziieren diese Behandlungsmethode automatisch mit Elementen der Bühnenhypnose, bei denen einzelne Zuschauer den Befehlen des Hypnotiseurs hilflos ausgeliefert sind. Die medizinische Hypnose hat jedoch nichts mit dieser Art der Vorführhypnose zu tun. Die medizinische Heilhypnose verläuft in jedem Moment kontrolliert und der Patient unterliegt keinerlei Zwang.

Die Heilhypnose fördert die geistige und körperliche Gesundheit und kann zudem helfen, psychische Probleme zu lösen und die Selbstsicherheit des Patienten zu steigern. Da über 90 Prozent aller Menschen gut auf diese Behandlungsform ansprechen, stellt sie eine vollwertige Ergänzung zu den Heilmethoden der klassischen Schulmedizin dar.

Jede physiologische Funktion des Körpers ist in der Trance beeinflussbar und kann somit bei körperlichen Erkrankungen in Richtung Heilung beeinflusst werden. Durch die gezielte Fokussierung auf den erkrankten Bereich kommt es zu einer Gewebeentspannung und einer stärkeren Durchblutung, wodurch ein wesentlicher Heilreiz ausgelöst wird. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Aktivierung des Immunsystems durch die Trance. Bei der Heilhypnose wurde in wissenschaftlichen Studien eine wesentliche Erhöhung der weißen Blutkörperchen und anderer Parameter für eine gesteigerte Tätigkeit des Immunsystems nachgewiesen. Während der Hypnose kommt es zu einer Regeneration von Körper und Geist gleichermaßen. Durch die tiefe Entspannung ersetzt eine Heilhypnose oft viele Stunden Schlaf und steigert so die Leistungsfähigkeit.

Ggf. kann die Heilhypnose mit einer Schmerztherapie kombiniert werden

Einsatzgebiete:

  • Nach Operationen
  • Bei Autoimmunerkrankungen
  • Als begleitende Therapie nach einer Krebsoperation
  • Als begleitende Therapie bei HIV