Schmerzen

Schmerzen gehören zu den ältesten Symptomen, für die Menschen Behandlungsmöglichkeiten suchen.

Schmerzen quälen, martern, klopfen, pochen oder stechen. Manchmal bohren sie, brennen, drücken, kribbeln oder elektrisieren. Viele Wörter eignen sich, um Schmerzen zu beschreiben, denn jeder fühlt und erlebt sie anders. Trotz der Vielfalt der Begriffe findet sich eine Gemeinsamkeit: Schmerz erfüllt eine Funktion. Er signalisiert: „Vorsicht, hier stimmt etwas nicht.“

Die Erkenntnis, dass chronische Schmerzen einen eigenen Krankheitswert erlangen können und besondere Behandlungsformen erfordern, hatte in den USA bereits in den 1940er Jahren zur Gründung der ersten Schmerzklinik geführt.

Eine Schmerztherapie kann – abhängig von der Ursache der Schmerzen – unterschiedlich ablaufen. Bei der Behandlung von chronisch Kranken, die unter Schmerzen leiden, hat sich der Einsatz von Hypnose bewährt. Dies trifft insbesondere auf Krebspatienten zu. Jede physiologische Funktion des Körpers ist unter Trance beeinflussbar und kann so bei körperlichen Erkrankung in Richtung Heilung beeinflusst werden. Die Ergebnisse sind sehr positiv und bedeuten ein Mehr an Lebensqualität, weil häufig mit einer geringeren Schmerzmedikation therapiert werden kann. Dies wiederum wirkt sich sehr günstig auf die mitunter starken Nebenwirkungen von chemischen Schmerzmitteln aus. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Aktivierung des Immunsystems in Trance. In klinischen Studien wurde bewiesen, dass es durch die Anwendung von Hypnose zu einer wesentlichen Erhöhung der weißen Blutkörperchen und anderer Parameter für eine gesteigerte Immunabwehr kommt. Diese positive Wirkung ist insbesondere für Menschen mit HIV und bei anderen Immunerkrankungen interessant.

Chronisch Schmerzkranke bedürfen einer länger anhaltenden Schmerztherapie. Hier unterscheidet sich der Einsatz von Hypnose nicht von anderen Verfahren. Die Erfolge ergeben sich meist schon nach der ersten Behandlung und werden bei regelmäßiger Anwendung kontinuierlich stärker.